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Jugendliche drehen den „ganz normalen Irrsinn“ |
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Pressemitteilung 17405 Jugendliche drehen den „ganz normalen Irrsinn“ „Film ab“-Projekt der Mediengruppe Belm wird im Cinema Arthouse uraufgeführt Seit einem Jahr arbeitet die Mediengruppe „Film ab“ als LOS-Projekt (Lokales Kapital für Soziale Zwecke) an einem rund 45-minütigem Spielfilm über Jugendkriminalität und Drogenmissbrauch. Dabei haben die zum Teil 30 Jugendlichen selber die Story geschrieben, das Drehbuch erarbeitet, die Drehorte festgelegt und mit Hilfe von professionellen Anleitern der Agentur für digitale Medien „blickpunkt 101“ produziert. Der Film „Der ganz normale Irrsinn“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der Mediengruppe im Belmer Jugendzentrum Gleis 3, gefördert durch LOS-Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zum Inhalt: Eine Liebesgeschichte unter Jugendlichen ist die Rahmenhandlung. Als herauskommt, dass Patrick, der Freund von Jolina, Drogenabhängig ist, gerät die Clique der Beiden aus den Fugen. Die beste Freundin von Jolina wird von der Jugendgruppe unter Druck gesetzt, bedroht und in einen Selbstmordversuch getrieben. Mit der Ur-Aufführung des Films am Sonntag, 29. Januar 2006 um 11.30 Uhr im Matineé-Programm des Cinema Arthous-Kinos in Osnabrück erfahren die Teilnehmer des Medienprojektes eine besondere Auszeichnung. „Die Kids sind mächtig stolz, dass ihr Film in einem echten Kino gezeigt wird“, sagt Bernd Sieker von der Agentur „blickpunkt 101“, der gemeinsam mit seinem Kollegen Jeffrey Delannoy die Mediengruppe verantwortlich betreut hat. Der Film kann künftig im Rahmen von Drogen- und Gewaltpräventionsprojekten in Schulen gezeigt werden. Außerdem gibt es den Film künftig über das Jugendzentrum Gleis 3 in Belm kostengünstig gekauft werden. Informationen hierzu erteilt JugendzentrumsleiterinTanja Switala, Telefon 0 54 06 / 53 28. Einen Trailer, Film- und Set-Fotos sowie die LOS-Projektbeschreibung und Arbeitsmaterialien für interessierte Lehrer, die den Film in ihrer Klasse zeigen wollen, gibt es auf derInternetseite der Mediengruppe unter www.mediengruppe-belm.de zu sehen. Anlage: Pressefoto des Filmplakates „Der ganz normale Irrsinn“ |
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Stehende Ovationen für einen ungewöhnlichen Film |
Stehende Ovationen für einen ungewöhnlichen Film Belm/Osnabrück NOZ dm Ein Jahr Arbeit hatten 14 Belmer Jugendliche mit ihren Betreuern Bernd Sieker und Tanja Switala in das erste eigene Filmprojekt gesteckt. Gestern nun die Premiere von "Der ganz normale Irrsinn" im "Cinema-Arthouse" vor 200 Zuschauern. Der Lohn: anhaltender Applaus, stehende Ovationen und reichlich Glückwünsche für die Mediengruppe des Jugendzentrums "Gleis 3". Die Story und das Drehbuch haben die 14 Kids gemeinsam mit Bernd Sieker, Medienprofi der Osnabrücker Agentur "blickpunkt 101", in vier Monaten selbst entwickelt und geschrieben. Die Dreharbeiten selbst dauerten zwar nur neun Tage, aber der Videoschnitt und die Aufbereitung des Materials haben noch einmal zwei Monate Zeit gekostet (wir berichteten). Ideengeber des Projektes war der frühere Belmer Ordnungs- und Sozialamtsleiter Karl Diekmann, jetzt Leiter der Außenstelle der Maßarbeit in Ostercappeln. Ehrenamtliche Hilfe fanden die Jugendlichen bei einer professionellen Maskenbildnerin, einem Kampfsportlehrer und bei Profi-Kameramann und Theaterfotograf Jeffrey Delannoy. Er hatte den richtigen Blick für die Einstellungen und sorgte mit einer großen Kran-Kamera für das nötige Equipment am "Set". Die Geschichte handelt von einer Clique, in der Drogenmissbrauch und Gewaltdelikte an der Tagesordnung sind. Zwei Mädchen geraten in diese Gruppe. Während sich Jolina - gespielt von Katja Torn - in Patrick (Igor Kinder) verliebt und so versucht, ihn zur Vernunft zu bringen, wird ihre Freundin Channel (Aleksandra Vuckovic) von der Gruppe massiv bedroht. Als sie aus ihrer Angst keinen Ausweg mehr weiß, macht sie einen Selbstmordversuch. So betroffen wie die Zuschauer von der realitätsnahen Geschichte des Films waren, so begeistert waren sie von der filmischen Professionalität der Darsteller und ihrer Crew. "Die handwerkliche Arbeit hat mich sehr begeistert, die Stimmung, die die Geschichte des Films bei mir ausgelöst hat, ist dagegen außerordentlich bedrückend", gestand Belms stellvertretende Bürgermeisterin Doris Fritz. Das Geld für das Medienprojekt, das unter dem Titel "Film ab" als LOS-Projekt (Lokales Kapital für Soziale Zwecke) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Bundesregierung finanziert wurde, sei doppelt gut angelegt, betonte Fritz. "Zum einen für die Darsteller, damit sie den Film drehen konnten, aber auch für die Jugendlichen, die ihn später im Rahmen von Präventionsprojekten an einer Schule sehen werden." Positive Kritik gab es auch von Ratsmitglied Reinhold Spellmeyer: "Es war deutlich zu sehen, dass sich die Jugendlichen voll in ihre Arbeit hineingekniet und sich sehr intensiv mit dem Thema Drogen und Gewalt auseinander gesetzt haben." Darsteller, Filmcrew und Regisseur Bernd Sieker waren nach ihrem großen Auftritt bei der Premiere erleichtert. Mit der Uraufführung soll das Kinoerlebnis aber noch nicht beendet sein. "Der ganz normale Irrsinn" ist bereits zu einigen deutschen Filmfestivals angemeldet. |
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